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Die literarische Epoche des Sturm und Drang: Eine Zeit des Genies und der Rebellion

Aktualisiert: 23. Mai 2023

Die literarische Epoche des Sturm und Drang, die sich etwa von 1765 bis 1790 erstreckte, war geprägt von intensiven Emotionen, dem Streben nach Freiheit und einem Aufbegehren gegen gesellschaftliche Konventionen. In dieser Zeit entstanden bedeutende Werke, darunter die hymnischen Dichtungen "Prometheus" und "Ganymed", sowie das bekannte "Mailied". Zentral für den Sturm und Drang war das Konzept des Genies, das eine wichtige Rolle in der künstlerischen Schaffenskraft und dem individuellen Ausdruck spielte. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit den Inhalten und dem Wandel des Geniebegriffs während des Sturm und Drang beschäftigen.


Der Geniebegriff im Sturm und Drang:

Während des Sturm und Drang entwickelte sich der Begriff des Genies zu einem zentralen Konzept. Ein Genie wurde als eine Person betrachtet, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten und Talente in der Lage war, Bedeutendes zu erreichen. Das Genie wurde als kreativer Geist angesehen, der unabhängig von gesellschaftlichen Normen und Regeln handeln konnte. Es war ein Symbol für Individualität, Originalität und Selbstbestimmung. Die Künstler und Schriftsteller des Sturm und Drang sahen sich selbst oft als Genies, die ihre persönlichen Visionen und Gefühle in ihren Werken zum Ausdruck brachten.


Die Bedeutung der Natur im Sturm und Drang:

Ein weiteres wichtiges Element des Sturm und Drang war die intensive Beziehung zur Natur. Die Natur wurde als Quelle der Inspiration und als Ort der Freiheit angesehen. Die stürmischen Emotionen und das Streben nach Individualität fanden in der Natur ihre Entsprechung. Die Künstler des Sturm und Drang beschrieben die Schönheit der Natur, aber auch ihre Wildheit und Unberechenbarkeit. Sie sahen in der Natur eine Möglichkeit, sich von den Zwängen der Gesellschaft zu befreien und ihre innersten Gefühle auszudrücken.


Die Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen:

Der Sturm und Drang war geprägt von einer starken Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen und Autoritäten. Die jungen Künstler und Intellektuellen dieser Zeit lehnten die starren Regeln und Normen der Aufklärung ab und strebten nach individueller Freiheit und Selbstbestimmung. Sie hinterfragten bestehende Hierarchien und autoritäre Strukturen und setzten sich für eine freie Entfaltung der Persönlichkeit ein. In ihren Werken brachten sie ihre Ablehnung gegenüber den gesellschaftlichen Zwängen und ihre Sehnsucht nach einer authentischen, emotionalen Lebensweise zum Ausdruck.


Die Epoche des Sturm und Drang war eine Zeit des Aufbruchs, der Rebellion und des künstlerischen Schaffens. Das Konzept des Genies spielte eine zentrale Rolle, indem es den individuellen Ausdruck und die kreative Freiheit betonte.



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